Bewegung ist ein kraftvolles Antidepressivum. Im Vergleich zu keiner Behandlung oder Placebo war Bewegung erheblich effektiver bei der Verbesserung depressiver Symptome und ebenso wirksam wie Standardbehandlungen, wie Psychotherapie (einschließlich CBT) und Antidepressiva, bei der Linderung von Depressionen. Diese Erkenntnis stammt aus einer neuen Meta-Analyse, die zu den größten und rigorosesten Untersuchungen von Bewegung als klinische Intervention bei Depressionen gehört und ihr therapeutisches Potenzial als vordere Option unterstreicht, anstatt nur als ergänzende Therapie. Depressionen betreffen weltweit etwa 332 Millionen Menschen (etwa 4 % der Weltbevölkerung). Eine der evidenzbasiertesten Interventionen zur Verlängerung der Gesundheitsspanne erweist sich nun als klinisch mächtiges Werkzeug zur Bekämpfung einer bedeutenden psychischen Erkrankung. Und Bewegung bringt Vorteile mit sich, die Therapie und Medikamente nicht bieten. In direkten Vergleichen hat sich gezeigt, dass Laufen bei depressiven Symptomen ähnlich effektiv ist wie Antidepressiva, während es gleichzeitig die Körperzusammensetzung, den Blutdruck und die Herzfrequenzvariabilität verbessert. Wichtig ist, dass Bewegung diese Ergebnisse erzielt, ohne die negativen Nebenwirkungen, die häufig mit pharmakologischen Behandlungen verbunden sind. Ja, Bewegung kann also "genauso gut" bei depressiven Symptomen sein wie standardisierte pharmakologische und verhaltenstherapeutische Behandlungen. Aber wenn man die gesamte Gesundheit betrachtet, ist es tatsächlich die mächtigere Intervention.
Link zur Metaanalyse -
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