Peter Schiffs Bitcoin-Kritik: Ein Muster der Konsistenz ohne Genauigkeit Peter Schiff ist in den letzten zehn Jahren einer der konstantesten Kritiker von Bitcoin gewesen. Eine Überprüfung seiner bisherigen Kommentare zeigt, dass seine Analysen wiederholt von der Realität abgewichen sind und in mehreren Fällen auf nicht übereinstimmenden Zeitrahmen oder selektiv formulierten Erzählungen basieren, die ihre Glaubwürdigkeit schwächen. 2013 erklärte Schiff Bitcoin zu einem "Nullzins-Asset". 2017 bezeichnete er es als eine Wiedergeburt der niederländischen Tulpenmanie. Selbst nach der beispiellosen Liquiditätserweiterung nach der Pandemie 2020 bestand er darauf, dass Bitcoin in seinen letzten Zyklus eintrete. Doch nach jeder dieser Erklärungen schritt Bitcoin in eine neue strukturelle Phase vor, nicht nur im Preis, sondern auch in der Netzwerkgröße, institutioneller Teilnahme und regulatorischer Integration. Historische Risiken als gegenwärtige Bedrohungen recyceln Eine der problematischeren Episoden trat 2025 auf, als Schiff den PlusToken-Skandal und Chinas Bitcoin-Liquidation wieder auflebte, als ob sie fortlaufende systemische Risiken darstellten. Diese Darstellung leidet unter einem grundlegenden Mangel: einem nicht übereinstimmenden Zeitrahmen. Die PlusToken-Saga endete 2019. Die Auflösung des Plans, einschließlich großangelegtem Spotverkauf, Störungen des Derivatemarktes und der letztendlichen Beschlagnahme und Liquidation von Vermögenswerten durch die chinesischen Behörden, wurde vor Jahren vollständig vom Markt absorbiert. Diese Coins wurden gemischt, verteilt und über mehrere Plattformen verkauft, was keinen nennenswerten Einfluss auf die zeitgenössische Preisfindung oder Liquiditätsdynamik hatte. Diese Episode als Treiber der Bitcoin-Schwäche nach 2025 wieder einzuführen, ignoriert sowohl On-Chain-Daten als auch die Marktstruktur. Im besten Fall spiegelt es analytische Nachlässigkeit wider; im schlimmsten Fall ist es eine narrative Wiederverwertung, die darauf abzielt, eine vorbestimmte Schlussfolgerung aufrechtzuerhalten. Die falsche Gleichsetzung zwischen Gold und Bitcoin Schiffs Kritik basiert auf einer einzigen grundlegenden Annahme: "Ein wahres Wertspeicher muss Gold sein, und Bitcoin kann diese Rolle nicht erfüllen." Diese Annahme stimmt nicht mehr mit der modernen finanziellen Realität überein. Gold und Bitcoin sind nicht funktional identische Vermögenswerte. Gold dient als souveräner und zentralbanklicher Reservevermögenswert, optimiert für Stabilität. ...