NGC 613 — eine atemberaubende Balkenspiralgalaxie — liegt etwa 67 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Bildhauer, ein kosmisches Juwel, das erstmals von William Herschel am 9. Dezember entdeckt wurde. Ihr Herz, ein markanter zentraler Balken, durchschneidet den Kern, umgeben von einem zarten inneren Ring. Von dort entfalten sich die Spiralarmen in anmutigen, mäßig lockeren Spiralen, während ein brillanter Wulst — fast 9.000 Lichtjahre breit — im Licht unzähliger Sterne erstrahlt. Der Balken selbst ist auffallend breit und etwas unregelmäßig, mit dramatischen Staubstreifen, die seine vorderen Kanten nachzeichnen. Diese staubigen Autobahnen fördern intensive Sternentstehung an den Enden des Balkens und in den wirbelnden Armen, die Regionen lebhafter kosmischer Schöpfung erleuchten. Tief im Kern geben massive junge Sterne dem Spektrum der Galaxie den charakteristischen Glanz einer H II-Region, was NGC 613 ihre Klassifizierung als H II-Galaxie einbringt. Ein faszinierender Radioring — etwa 1.100 Lichtjahre breit — umgibt den Kern, während eine eigenartige, 2.000 Lichtjahre lange lineare Struktur senkrecht darüber verläuft, bestehend aus drei unterschiedlichen Klumpen. Im Zentrum lauert ein supermassives schwarzes Loch, dessen Masse auf zwischen 20 und 90 Millionen Sonnenmassen geschätzt wird, das still und leise über diese dynamische Galaxie herrscht. 2016 beobachteten Astronomen eine spektakuläre Explosion in NGC 613: SN 2016gkg, eine Typ IIb-Supernova. Diese seltenen Ereignisse beginnen mit wasserstoffreichen Spektren wie typischen Typ II-Explosionen, aber während sie sich entwickeln, werfen sie ihre äußeren Schichten ab und verwandeln sich in Typ Ib. Hier sind einige atemberaubende Ansichten dieser faszinierenden Galaxie: (Bilder: Hubble/ESA/NASA und ESO-Kombinationen, die die komplexe Struktur, die leuchtenden Arme und den staubigen Balken von NGC 613 zeigen.)