Gold erreicht heute mit 4600 $/oz ein Allzeithoch. Alle auf der Timeline sind unglaublich optimistisch bezüglich der Metalle. Hier ist also eine andere Perspektive und ein anderer Chart: Über einen Zeitraum von etwa 66 Jahren hat Gold innerhalb eines ziemlich stabilen Rahmens gehandelt, wenn man es im Verhältnis zur US M2-Geldmenge misst. Heute liegt dieses Verhältnis etwa 67 % über dem langfristigen Durchschnitt. Wenn sich diese Beziehung normalisiert, bedeutet das einen massiven Goldcrash mit einer Anpassung des Preises um ~35 % nach unten. Betrachten Sie nun die Kaufkraft richtig. Die Leistung von Gold sollte im Verhältnis zur monetären Expansion und nicht zum CPI gemessen werden. Auf dieser Basis ist ein Investor, der am Höchststand der frühen 1980er Jahre gekauft hat, auch heute noch etwa ~60 % im Minus. Das ist ein Zeitraum von vier Jahrzehnten. Gold operiert in Generationenzyklen, nicht in Marktzyklen. Anders formuliert: Gold verhält sich wie ein Vermögenswert, dessen Bewertung an die Geldschöpfung gebunden ist. Wenn diese Bewertung zu weit über ihre historische Beziehung hinausgeht, sind zukünftige Renditen mathematisch eingeschränkt. Von hier aus verschiebt sich die Diskussion von Überzeugung zu Asymmetrie: Überwiegt der Aufwärtstrend signifikant den Abwärtstrend auf den aktuellen Niveaus?