Stablecoins werden dafür kritisiert, dass sie keine FDIC-Versicherung haben Die gängige Antwort ist: „Sie brauchen sie nicht.“ Das ist nur teilweise wahr. Die FDIC löst ein spezifisches Problem für Bankeinlagen: eine Liquiditätsdiskrepanz. Einlagen sind auf Abruf fällig, aber die Vermögenswerte der Bank können nicht immer schnell ohne Verluste liquidiert werden. Versicherung hat zwei Funktionen: • deckt Verluste ab • verändert das Verhalten Die FDIC ist ebenso ein Vertrauensschutz wie ein finanzieller. Sie macht „der Erste zu sein, der abhebt“ irrational und ermöglicht es normalen Einlegern, dem System zu vertrauen, ohne jede Bank zu prüfen. Stablecoins haben nicht die gleiche Vermögensdiskrepanz, aber sie benötigen dennoch Rückzahlungszusicherungen und eine Vertrauensverkürzung. Wie würde also „FDIC-ähnlich“ aussehen? In einem GENIUS-ähnlichen Modell sind Stablecoins vollständig reserviert, unterstützt durch hochwertige liquide Vermögenswerte, mit segregierten Reserven. Der Rückhalt bezieht sich hauptsächlich auf: • Rückzahlungsgewissheit unter Stress • operationale Fehler (Aufbewahrung, Betrug, Ausfälle) Deshalb könnte eine FDIC-ähnliche Sicherungsschicht günstiger und gezielter sein. Wie könnte es funktionieren? • vom Emittenten finanzierter Garantiefonds (preislich auf Reserven + Risiko abgestimmt)...