Unsichtbare Überstunden werden zur tödlichen Falle: Angehörige des 32-jährigen verstorbenen Programmierers stehen vor der Herausforderung, keinen Zugang zu rechtlichem Beistand zu finden. Kürzlich sorgte der Fall des 32-jährigen Softwareabteilungsleiters Gao Guanghui von Guangzhou Shiyuan Co., Ltd. (CVTE), der zu Hause plötzlich starb, für anhaltende gesellschaftliche Aufmerksamkeit. Neben den Details wie "8 Stunden nach seinem Tod weiterhin zur Arbeit gedrängt" ist die Schwierigkeit seiner Angehörigen, rechtlichen Beistand zu finden, ein weiteres Zeichen für die Herausforderungen, mit denen Programmierer bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Homeoffice konfrontiert sind. Beweisprobleme: Hintergrunddaten gelten als "vertraulich", Anwälte sind nicht bereit, den Fall zu übernehmen. Laut Gao Guanghuis Frau, Frau Yang, stieß sie bei der Suche nach rechtlicher Unterstützung auf zahlreiche Hindernisse. Mehrere Anwälte erklärten nach Kenntnisnahme des Falls, dass die Erfolgsaussichten in solchen Fällen "extrem gering" seien und rieten von einer Klage ab. Der zentrale Punkt ist der Nachweis der "Arbeitsfakten": 1. Dateninseln Da Gao Guanghui am Samstag zu Hause erkrankte, liegen die Computerprotokolle, die Anmeldedauer im Hintergrund und die internen Kommunikationsrechte in der Hand des Unternehmens. Die Angehörigen hatten beantragt, die Hintergrunddaten abzurufen, um zu beweisen, dass er während seiner Erkrankung arbeitsfähig war, aber das Unternehmen verweigerte dies mit dem Hinweis auf "Geschäftsgeheimnisse". 2. Unklare Zeit- und Raumverhältnisse Die derzeitige "Verordnung über die Arbeitsunfallversicherung" ist in der Bestimmung von "Arbeitszeit und Arbeitsort" relativ traditionell. Anwälte sind sich einig, dass es ohne aktive Kooperation des Unternehmens schwierig ist, "Homeoffice" mit "Arbeitsunfall" gleichzusetzen, was eine erhebliche rechtliche Differenz darstellt. 3. Ungleichgewicht im Wettbewerb Neben den Schwierigkeiten bei der Beweiserhebung kommen die Bedenken der Anwälte auch von der ungleichen Verteilung der Ressourcen zwischen den Parteien. Angesichts des ausgereiften und umfangreichen Rechtssystems großer börsennotierter Unternehmen sind gewöhnliche Anwaltskanzleien oft nicht bereit, hohe Kosten für einen Fall mit einer gebrochenen Beweiskette und umstrittener gesellschaftlicher Einordnung zu investieren. 4. Falle der hohen Entschädigung Frühere Berichte besagten, dass das Unternehmen einen Vorschlag für eine Entschädigung von 390.000 Yuan gemacht hatte, jedoch mit einer strengen Geheimhaltungsvereinbarung, die eine Vertragsstrafe von 500.000 Yuan beinhaltete. Solche Vereinbarungen betreffen nicht nur die Angehörigen, sondern setzen auch die rechtlichen Berater, die bei der Durchsetzung der Rechte helfen, einem beruflichen Risiko und rechtlichen Auseinandersetzungen aus. Der Kommentarbereich der "China Youth Daily" veröffentlichte am 23. Januar 2026 einen Artikel mit dem Titel "Es ist an der Zeit, für das "Arbeiten jederzeit und überall" eine rote Linie zu ziehen". Der Artikel fordert: Das "Recht auf Ruhe" darf nicht nur ein leeres Versprechen sein. Experten fordern, dass die Gesetzgeber oder die Justiz klarstellen sollten, dass "unsichtbare Überstunden" in der digitalen Ära, die direkt zu einem Zusammenbruch der Gesundheit führen, gemäß der "Verordnung über die Arbeitsunfallversicherung" als "arbeitsbedingt" weitreichend anerkannt werden sollten. Gao Guanghuis Schicksal ist kein Einzelfall; es spiegelt die Herausforderungen wider, die die "24-Stunden-Bereitschaft" für das traditionelle Arbeitsrecht mit sich bringt, insbesondere im Kontext von Homeoffice und der Verbreitung von Instant Messaging-Tools. Die öffentliche Meinung ist sich weitgehend einig, dass, wenn "man vor dem Computer stirbt" und es keine Stempelnachweise gibt, dies nicht als Arbeitsunfall anerkannt werden kann. Wenn Unternehmen "Geschäftsgeheimnisse" nutzen können, um die Arbeitsaufzeichnungen zu verbergen, wird die Sicherheit des Lebens der Arbeitnehmer vollständig die letzte Verteidigungslinie verlieren. Derzeit hat das Arbeitsamt des Stadtbezirks Huangpu in Guangzhou bereits eine Untersuchung eingeleitet. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Erfolg dieses Falls davon abhängt, ob die Ermittlungsbehörden gezwungen werden können, die Unternehmensdaten im Hintergrund abzurufen und den "Arbeitskreis" des Lebens des Programmierers in seinen letzten Momenten wiederherzustellen.