Der Pinguin ist kein Nihilist. Faustisch ist näher. Aber meiner Meinung nach ist die engste Lesart, dass es Kierkegaards Ritter des Glaubens ist, weshalb es so viel Resonanz hat. Überzeugung, Mission, die Bereitschaft, auf das Nichts zuzugehen für etwas, das man nicht vollständig erklären kann. Um ehrlich zu sein, war Nietzsche nicht einmal nah dran, ein Nihilist zu sein. Er diagnostizierte Nihilismus als etwas, das überwunden werden muss. Er würde es hassen, wenn das als Nihilismus oder Existenzialismus dargestellt wird. Stattdessen gibt Kierkegaard die präzise Struktur. Er beschrieb drei Existenzstufen: ästhetisch, ethisch, religiös. Die ästhetische ist Abgeschiedenheit, Ironie, Burnout. Die ethische ist Pflicht, Rebellion, das Individuum, das sich gegen das Kollektiv definiert. Die dritte Stufe ist der Glaube. Der Ritter des Glaubens vollzieht eine doppelte Bewegung. Zuerst, unendliche Resignation. Vollständig akzeptieren, dass man alles verlieren wird. Dann der absurde Sprung, was bedeutet, sich trotzdem zu verpflichten, ohne rationale Rechtfertigung, die für jemand anderen verständlich ist. Abraham, der den Berg hinaufgeht, um Isaak zu opfern. Er kann nicht erklären, warum. Er geht einfach. Das ist es, worauf die Menschen beim Pinguin reagieren. Nicht Verzweiflung. Verpflichtung, die so total ist, dass sie unleserlich wird. Die Kolonie kann nur Wahnsinn sehen, weil der Glaube nicht in ihre Kategorien passt. Herzog nennt es einen Todesmarsch. Die Kolonie würde zustimmen. Der Ritter des Glaubens kümmert sich nicht.