Die Spektren des James-Webb-Weltraumteleskops von Galaxien, die weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sind, zeigen unerwartet hohe Mengen an schweren Elementen wie Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff. Diese Elemente werden in Sternen produziert und durch Supernova-Explosionen verteilt, was bedeutet, dass intensive stellare Generationen bereits sehr früh in der kosmischen Geschichte gelebt und gestorben sein müssen. Dies stellt langjährige Modelle in Frage, die eine langsame, schrittweise chemische Anreicherung vorhersagten. Stattdessen deuten die Daten von Webb darauf hin, dass frühe Galaxien eine schnelle, effiziente Sternentstehung und das Recycling von Material erlebten. Einige Systeme zeigen Metallizitäten, die mit viel späteren Galaxien vergleichbar sind, obwohl sie in einem Universum existierten, das sich noch in der Kindheit befand. Das Ergebnis verändert die Zeitlinien für die Galaxienentwicklung, die Sternentstehung und das Auftreten komplexer Chemie. Es beeinflusst auch, wie Astronomen die ersten planetarischen Bausteine interpretieren, da schwere Elemente für felsige Welten unerlässlich sind. Die Ergebnisse von Webb zeigen, dass das Universum viel früher chemisch komplex wurde, als bisher angenommen, und den Weg zu komplexen kosmischen Strukturen beschleunigte. Quelle NASA, James-Webb-Weltraumteleskop, Nature Astronomy,