Sauerstoff trotzt der Zeit am Anfang des Universums. Mit dem James-Webb-Weltraumteleskop blicken Astronomen fast bis zum Anfang zurück und haben eine schockierende Überraschung in der ultra-fernen Galaxie JADES-GS-z14-0 entdeckt: reichlich Sauerstoff – geschmiedet im Herzen massiver Sterne – der bereits gedeiht, als das Universum erst 300 Millionen Jahre alt war. Das junge Universum bestand fast ausschließlich aus Wasserstoff und Helium, wobei schwerere Elemente Milliarden von Jahren benötigen sollten, um zu erscheinen. Doch hier, in dieser rekordbrechenden Galaxie (Rotverschiebung z ≈ 14,18), strahlt Sauerstoff hell und fordert mehrere Generationen wilder Sterngeburten, explosiver Todesfälle und schneller chemischer Verschmutzung – alles geschieht in atemberaubendem Tempo, weit schneller als jedes Standardmodell vorhergesagt hat. Die Fülle ist überwältigend: etwa 10-mal mehr schwere Elemente (Metalle), als die Theorie für eine so alte Epoche zuließ. Diese Galaxie ist nicht nur chemisch reif – sie ist auch unerwartet groß, leuchtend und dynamisch, was darauf hindeutet, dass das frühe Universum ein wild energetischer Ort war, an dem Galaxien aufblühten, sich entwickelten und sich in kosmischem Hyperantrieb bereicherten. Wenn JADES-GS-z14-0 ein Zeichen für das ist, was noch kommt (und kein freakhaftes Ausreißer), müssen wir möglicherweise die gesamte Zeitachse umschreiben, wie die ersten Galaxien entzündet, aufwuchsen und die Zutaten für Planeten – und vielleicht Leben – viel früher als je gedacht säten. Das junge Universum war kein ruhiger Kindergarten… es war eine lodernde Schmiede. Wichtige Forschungsarbeiten Sander Schouws et al., „Nachweis von [OIII] 88 μm in JADES-GS-z14-0 bei z = 14.1793“, arXiv (2025) Stefano Carniani et al., „Das ereignisreiche Leben einer leuchtenden Galaxie bei z = 14: Metallanreicherung, Rückkopplung und niedriger Gasanteil?“, arXiv (2025)Das Universum erinnert uns immer wieder: Es folgt nicht unseren Zeitplänen.