Ein faszinierendes Phänomen: Nicht nur der Verstand kann umstrukturiert werden, auch unser Gehirn kann umstrukturiert werden. Du kannst es so verstehen: Sprache = UI (Benutzeroberfläche) des Gehirns. Wenn du die UI änderst, kannst du in gewissem Maße den Kern beeinflussen, also bedeutet die Änderung der UI tatsächlich, das Verhalten und die Emotionen zu ändern. Adams Theorie besagt: Wenn du die gleiche Sache in einen anderen "Geschichtenrahmen" setzt, kannst du proaktiver und handlungsfähiger werden. An dieser Stelle des Buches musste ich an das Interview von Li Xiaolai und Tuo Buhua in der letzten Woche denken, in dem sie über: self-talk / identity statement sprachen: Mit "Selbstäußerungsskripten" das Unterbewusstsein zu kapern, damit das Verhalten automatisch ausgerichtet wird, dieser Prozess entspricht dem, dass man "Ich werde von der Realität getrieben" in "Ich gestalte die Realität" ändert. Besonders interessant ist, dass Li Xiaolai es direkt formalisiert hat: I’m a person who… (Ich bin ein … Mensch) Was bringt es, das zu wissen? Direkt mit Xiaolais Methode habe ich 10 Selbstgesprächsskripte (Identität + weil + Emotionslabel) erstellt, nur zur Referenz, jeder kann je nach seiner Situation passende für sich selbst schreiben: 1️⃣ Ich verfolge niemals emotionale Einzelgeschäfte, denn das ist, als würde ich von Schwankungen besteuert werden, ich hasse es, besteuert zu werden. 2️⃣ Ich bin jemand, der zuerst lebt und dann Geld verdient, denn nur das Leben bringt Zinseszinsen, ich mag Zinseszinsen. 3️⃣ Ich mache nur verständliche Geschäfte, denn Unverständliches ist Glücksspiel, ich möchte kein Spieler sein. 4️⃣ Ich schaue nur zu festen Zeiten auf die Märkte, denn Aufmerksamkeit ist ein Vermögen, ich hasse es, von Plattformen ausgebeutet zu werden. 5️⃣ Schreiben ist mein Arbeitssystem, denn nachdem ich geschrieben habe, werde ich stärker, ich mag das Gefühl, stärker zu werden. 6️⃣ Ich mache jeden Tag zuerst die wichtigste Sache, denn das bestimmt die Qualität des Tages, ich möchte nicht durcheinander sein. ...