Als ich als Trump-Biograf schrieb, dass der Friedensnobelpreis wahrscheinlich ein Faktor dafür war, dass Trump sich für ein repressives Regime in Venezuela und nicht für die demokratisch gewählte Regierung entschied, fühlten einige, ich wäre übertrieben. Nein, er ist so böse. Ich nenne ihn bewusst ein Monster.
Deshalb ignoriere ich diejenigen, die Trump nicht professionell studiert haben, wenn sie versuchen zu bestimmen, welche seiner exzentrischen Ausbrüche relevant sind und welche nicht. Uns wurde gesagt, das Durcheinander um den Nobelpreis für Frieden sei eine Ablenkung. Aber jetzt werden die Venezolaner viele Jahre lang darunter leiden.
Ich weiß nicht, wie ich das anders sagen soll: Jeder Biograf von Donald Trump versteht, dass ihm menschliches Leid egal ist. Kein bisschen. Weder in den Vereinigten Staaten noch anderswo. Weder bei Kindern noch bei Tieren. Er ist, *journalistisch gesprochen*, ein echter Monster.
Die Geschäfts-, Politik- und Rechtswelt wusste vor Jahrzehnten, dass Trump ein Monster war – und ließ ihn trotzdem mächtig werden. Als man ihm immer wieder sagte, dass die Central Park Five unschuldig waren, sagte er trotzdem öffentlich, dass er wollte, dass sie ermordet werden. Warum? Damit er nicht zugeben musste, dass er falsch lag.
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