Eine Sache, die ich über das Azuki TCG sagen kann, ist die Absicht dahinter. Bei vielen Projekten, von denen ich ein großer Fan und Sammler bin, fühlt sich ihr TCG wie ein Produkt unter vielen an. Super coole Kunst. Spaßiges Gameplay. Schöne Markenweiterführung. Ein weiterer Berührungspunkt für Verbraucher. Aber es soll nicht wirklich die Welt, die Lore oder die Erzählung auf bedeutungsvolle Weise erweitern. Azuki macht das Gegenteil. Das TCG ist einer von nur wenigen Kernpfeilern, die darauf ausgelegt sind, das IP mainstreamfähig zu machen. Jede Karte, jeder Charakter, jede Fraktion, jede Waffe und jede Kraft baut aktiv das Azuki-Universum aus. Nichts davon ist zufällig. Es stammt direkt aus der Azuki-Weltbibel und wird als Vehikel für Weltaufbau und Lore verwendet, nicht nur für Ästhetik. Der kommende Azuki-Manga soll das TCG ergänzen. Gleiche Welt. Gleiche Kanon. Tiefere Erzählung. Mehr Kontext. Zusammen betreiben sie echten Weltaufbau parallel zum Gameplay. Ich sage nicht, dass ein Ansatz objektiv besser ist. Aber Azuki wagt hier eindeutig einen großen Schritt. Sie behandeln das TCG als Fundament. Als Kanon, nicht als Füllmaterial. Als langfristigen IP-Entsperrmechanismus, nicht als Nebenprojekt. Dieser Unterschied ist wichtig, wenn das Ziel darin besteht, ein Mainstream-Publikum zu gewinnen und sie schließlich dazu zu bringen, sich in das IP zu verlieben und von dort aus zu folgen: TCG → Manga → Anime → und darüber hinaus.