Die Welt fühlt sich gleichzeitig sehr alt und sehr neu an. Einerseits haben wir Zölle/Interventionen in LATAM/Öl/Bergbau/Kommunismus vs. Kapitalismus, was stark an den Kalten Krieg oder die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erinnert. Andererseits haben wir gottähnliche Technologien entwickelt, wir sind nah dran, Krebs zu heilen, wir kehren das Altern um und wir können Agenten profitable Geschäfte für uns aufbauen lassen, während wir schlafen. Ich habe beobachtet, dass die meisten Menschen unter kognitiver Dissonanz leiden, wenn sie versuchen, dieses Oxymoron zu navigieren. Sie obsessieren entweder mit einem sklerotischen/stagnierenden und sogar nihilistischen Standpunkt „Fortschritt ist irrelevant, alles ist ein politisches Machtspiel“ oder mit einer völlig unrealistischen techno-utopischen Vision. Der Schlüssel ist zu akzeptieren, dass beides (alte Welt + neue Welt) wahr sein kann und dass sie sich tatsächlich in einem verstärkenden Kreislauf gegenseitig nähren. Individuen, die ein mentales Framework haben, um diese gewichtsverteilte Welt zu verarbeiten (wie zum Beispiel die Geopolitik von Rohöl und die Bedeutung des Claude-Codes), haben einen erstaunlichen komparativen Vorteil.