Mel Gibson produziert eine Miniserie über die Große Belagerung von Malta (1565), eines der heroischsten Episoden in der christlichen Geschichte. Aber kennst du die ganze Geschichte der Belagerung? Es war das Jahr unseres Herrn 1565. Das Osmanische Reich sandte 40.000 Soldaten, um die Ritter von Malta zu vernichten. Die Ritter hatten nur 700 Männer. Der Großmeister Jean de Valette, 70 Jahre alt, weigerte sich zu kapitulieren. Als der Feind die Mauern durchbrach, stürmte der 70-jährige Ritter mit seinem Schwert in die Bresche, um im Nahkampf zu kämpfen. Der osmanische Sultan, Suleiman der Prächtige, strebte danach, seine Herrschaft über das christliche Abendland auszudehnen. Nachdem er bereits weite Teile Europas, Asiens und Afrikas erobert hatte, richtete sich sein Blick auf Malta. Die Insel wurde von den Rittern des Heiligen Johannes gehalten, einem frommen katholischen Orden von Krieger-Mönchen, die von Suleiman selbst aus ihrer vorherigen Festung in Rhodos vertrieben worden waren. Trotz ihrer geringen Zahl hatten die Ritter ihre Stärke wieder aufgebaut und Malta befestigt, mit dem Gelübde, es als Bollwerk für das Christentum zu verteidigen. Trotz ihrer Verluste weigerten sich die Verteidiger Maltas, aufzugeben. Großmeister de Valette, ein Mann tiefen Glaubens und außergewöhnlicher Führung, inspirierte seine Männer zu größeren Heldentaten. Er erinnerte sie daran, dass sie nicht nur für Malta kämpften, sondern für die Seele des Christentums selbst. Gebete stiegen unaufhörlich von den Kirchen der Insel empor, und es schien, als würde der Himmel selbst eingreifen. Immer wieder starteten die Osmanen wütende Angriffe, aber die Verteidiger hielten standhaft. In einem kritischen Moment wurde eine Bresche in den Mauern von Birgu von de Valette selbst geschlossen, der mit Schwert in der Hand in der Lücke stand und seine Männer zum Sieg aufrief. Sein Mut wurde zur Legende. Als der Sommer voranschritt, begannen die osmanischen Truppen zu schwächeln. Krankheiten und Erschöpfung forderten ihren Tribut, und der heftige Widerstand der Ritter und Malteser zehrte an ihrer Moral. Dann, am 7. September, traf eine Entsatztruppe aus Sizilien ein, gesandt von König Philipp II. von Spanien. Der Anblick frischer christlicher Soldaten belebte die Verteidiger und versetzte den Osmanen Angst ein. In einem letzten, verzweifelten Zusammenstoß schlugen die katholischen Truppen die Eindringlinge in die Flucht. Die Osmanen zogen in Unordnung ab und ließen ihre Toten, ihre Kanonen und ihre Eroberungspläne zurück. Die Belagerung von Malta war beendet. Gegen überwältigende Widrigkeiten hatten die Ritter des Heiligen Johannes gesiegt, und Malta blieb ein katholisches Bollwerk. ...