Mit 21, frisch von der ETH Zürich, fand sich Einstein acht Monate lang arbeitslos und fühlte sich wie ein Versager. Trotz des Studiums bei einigen der besten Physiker und Mathematiker der Welt kam er nicht wirklich mit ihnen zurecht. Warum? Weil Einstein niemals etwas akzeptierte, ohne es zuerst zu hinterfragen. Er sagte einmal: „Unreflektierter Respekt vor Autorität ist der größte Feind der Wahrheit.“ Seine Professoren waren mit seiner Einstellung nicht begeistert. Heinrich Weber, einer seiner Physikprofessoren, sagte zu ihm: „Du bist ein kluger Junge, Einstein, ein sehr kluger Junge. Aber du hast einen großen Fehler: Du lässt dir nichts sagen.“ Ein anderer Professor, Jean Pernet, schlug ihm sogar vor, zu Jura oder Medizin zu wechseln, und warnte ihn, dass Physik vielleicht nicht der richtige Weg sei. Einstein war jedoch nicht faul. Während er Teile seines Studiums ignorierte, tauchte er tief in das ein, was ihn faszinierte. Er bevorzugte das Selbststudium und erkundete die neue Physik, die nicht einmal in seinen Vorlesungen behandelt wurde. Manchmal ist der Weg zur Größe keine gerade Linie, und selbst Einstein musste seinen eigenen Weg finden.