Sehr interessantes Papier von chinesischen Ökonomen über die Rolle multinationaler Unternehmen im Handelskonflikt zwischen den USA und China: US-amerikanische multinationale Unternehmen (MNCs) sind darauf angewiesen, überschüssigen Wert aus China über ein "Finanzialisierungs-Offshoring-Nexus" zu extrahieren, das aus 4 Teilen besteht: 1. MNCs lagern die Produktion nach China aus und extrahieren einen erheblichen Anteil des Mehrwerts. 2. Chinas Export von ausgelagerten Waren von MNCs generiert US-Dienstleistungshandelsumsätze durch Zahlungen für US-Unternehmensrechte an geistigem Eigentum. 3. Um Steuerverpflichtungen zu minimieren, behalten US-MNCs die meisten Offshore-Einnahmen im Ausland und investieren in kurzfristige Finanzanlagen, anstatt Kapital zurückzuführen. 4. Die Gewinne aus den Endverkäufen auf dem US-Markt werden hauptsächlich verwendet, um Aktionäre zu bereichern (durch Dividenden, Aktienrückkäufe und Übernahmen), anstatt in die inländische Produktion reinvestiert zu werden. Die Finanzialisierung der USA hängt vom Offshoring (und der Extraktion von überschüssigem Wert aus China) ab, und "die Imperative des Aktionärswertes verstärken den Antrieb zum Offshoring", was die Rückverlagerung der US-Produktion sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich macht. Link hier: