Das ‚Gesetz zur Bekämpfung von Antisemitismus, Hass und Extremismus 2026‘ ist in seiner aktuellen Form ein totaler Verrat an den Grundprinzipien, dass öffentliche Macht durch bekannte Regeln und Gerichte ausgeübt wird, nicht durch willkürliche Entscheidungen von wem auch immer, der gerade an der Macht ist. Die Magna Carta ist eine 1215 erlassene Charta, die dem König Johann nach einem Baronaufstand aufgezwungen wurde und das Prinzip festlegte, dass der Herrscher an das Gesetz gebunden ist und dass Menschen nicht bestraft oder ihrer Rechte beraubt werden können, ohne ein rechtmäßiges Verfahren. Aus der Magna Carta stammen drei grundlegende Prinzipien, die unsere Bürgerrechte und die Legitimität der Regierungsgewalt untermauern. Sie sind der Rechtsstaat, was bedeutet, dass der Herrscher an das Gesetz gebunden ist, nicht an persönliche Launen, und dass Macht eine rechtmäßige Grundlage haben muss. Strafe darf nicht willkürlich sein. Der Staat kann dich nicht einfach einsperren, enteignen, verbannen oder anderweitig bestrafen, nur aufgrund von bloßen Behauptungen. Und das rechtmäßige Verfahren, was bedeutet, dass jede Strafe bekannten rechtmäßigen Verfahren folgen und durch rechtmäßige Autorität, durch ein legitimes Gericht oder Urteil und nicht durch ministerielle Dekrete verhängt werden muss. Dies ist die „Regierung des Rechts, nicht der Menschen“. Dass dieses Gesetz überhaupt vorgeschlagen werden kann, geschweige denn in seiner aktuellen Form in Betracht gezogen wird, ist eine Anklage gegen diese Regierung und unsere Zivilgesellschaft.