Laut BlockBeats-Nachrichten sagte Gnosis-Mitbegründerin Friederike Ernst am 3. Februar, dass mit dem beschleunigten Einstieg der Wall Street und traditioneller Finanzinstitute die Branche in den Kryptobereich dem Risiko einer Verwässerung der Kernideen ausgesetzt ist. Sie wies darauf hin, dass die Kryptoindustrie zunächst keine "Backstage-Upgrades" für traditionelle Finanzen vorgenommen habe, sondern versucht habe, Geld, Plattformen und Machtstrukturen umzugestalten, wobei individuelle Souveränität, Miteigentum und individuelle Initiative betont werden.
Ernst erinnerte sich, dass Krypto bei der Gründung von Gnosis im Jahr 2015 noch als "seltsame" Edge-Technologie angesehen wurde und diese "Merkwürdigkeit" zu einer Reflexion über die Natur des Finanzsystems und die Machtverteilung anregte. Doch heute, da Robinhood Blockchain-Aktien lanciert, große US-Banken Stablecoin-Ingenieure einstellen und die Politik die Integration von traditioneller Finanzwelt und Krypto fordert, wird Krypto allmählich zum Mainstream.
Sie ist der Ansicht, dass sich das regulatorische Umfeld verbessert und institutionelle Fonds strömen, Unternehmer aber wachsamer gegenüber Wertverschiebungen sein sollten, um zu verhindern, dass Krypto zum Nebeninstrument des bestehenden Finanzsystems wird und die ursprünglich angestrebte Autonomie und Dezentralisierung verloren.
