BlockBeats-Nachrichten: Am 3. Februar nahm laut DLNews die französische Polizei drei Männer in ihren Zwanzigern fest, die unter dem Verdacht standen, einen 74-jährigen Mann entführt und gefoltert zu haben, um seinem Sohn Kryptowährungen im Wert von 3,5 Millionen Dollar zu erpressen. Beamte teilten Reportern mit, dass der 74-Jährige von der Bande fast 16 Stunden lang gefoltert wurde.
Die Polizei sagte, die drei hätten den namenlosen älteren Mann am 25. Januar im Morgengrauen aus dem Haus des Opfers in Wallonien in der südöstlichen Provinz Isère entführt, berichtete das französische Medienunternehmen Actu 17. Das Opfer wurde gewaltsam in ein Auto gestopft und in den Hinterraum einer Bar in der Stadt Valence gebracht. Dort sollen die Angreifer Videos von sich selbst gefilmt haben, in denen sie die älteren Menschen foltern. Die Bande schickte daraufhin ein Video der Folter über verschlüsselte Nachrichten an den Sohn des alten Mannes und forderte von ihm, eine unbenannte Kryptowährung als Lösegeld zu zahlen. Als sie schließlich erkannten, dass der Sohn des alten Mannes nicht der "Krypto-Millionär" war, den sie fälschlicherweise vermuteten, sondern nur ein Webentwickler mit wenigen Krypto-Vermögenswerten, beschlossen sie, das Opfer am selben Tag um 23 Uhr freizulassen und ihn aus dem Auto an den Straßenrand zu stoßen.
Krypto-bezogene Entführungen und andere gewalttätige Angriffe nehmen weltweit zu. Dies gilt besonders in Frankreich, wo laut Certik 19 sogenannte "Wrench Attacks" (also der Erwerb von Kryptowährungen durch Gewaltandrohung) gemeldet wurden. Im vergangenen Jahr konnten die französischen Behörden erfolgreich David Balland, den Mitbegründer des Kryptowährungs-Hardwareunternehmens Ledger, und seine Frau retten, die von Kriminellen entführt wurden, die versuchten, Lösegeld zu erpressen.
