Das ist sehr interessant... Die Deckenhöhe in deinem Arbeitszimmer beeinflusst direkt deine Kreativität. Das nennt man den „Kathedraleneffekt (Cathedral Effect)“.
Das Prinzip ist folgendes: Das Gehirn leiht sich Metaphern aus der physischen Welt, um abstrakte Konzepte zu verstehen, und das "Raumgefühl" ist eine der stärksten Metaphern.
Wenn ein Raum hoch und weit erscheint, assoziiert das Gehirn unbewusst Freiheit und Möglichkeiten – das Denken „zoomt heraus“. Wenn ein Raum niedrig und geschlossen wirkt, wechselt das Gehirn in den „Feinmodus“ – die Aufmerksamkeit verengt sich, es wird einfacher, Tippfehler und Fehler zu entdecken, und man konzentriert sich auf Details – das Denken „zoomt hinein“.
Forschungsergebnisse: Hohe Deckenräume fördern die Kreativität Niedrige Deckenräume sind besser für Detailorientierung und Fehlererkennung
Das ist der Grund: Die Decken von Kirchen und Museen sind hoch und sollen Ehrfurcht und Inspiration wecken. Bibliotheken und Operationszentren sind kompakter gestaltet, um Konzentration und Nachdenken zu fördern.
Das Gründerteam bevorzugt Loft-Räume für Brainstorming. Das Finanz- und Buchhaltungsteam zieht eher kleine Räume mit Türen vor.
Sogar Cafés sind so gestaltet: Cafés, die für tiefes Arbeiten geeignet sind, haben normalerweise niedrigere Decken und sind ruhiger. Cafés, die für soziale Gespräche geeignet sind, sind normalerweise offener und durchsichtiger.
Die Schlussfolgerung ist also: Wenn du kreative Arbeiten machst – Schreiben, Design, Brainstorming – gehe an einen großen Ort mit hohen Decken. Wechsle dann in einen kleinen Raum, um zu bearbeiten, Korrektur zu lesen und zu verfeinern.
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