Terawave von Blue Origin ist aus mehreren Gründen interessant. 1. Sie richten sich an Unternehmenskunden: hohe Bandbreite, weniger Nutzer, Punkt-zu-Punkt- und symmetrische Verbindungen. Das ist ein ganz anderer Ansatz als bei Starlink und erfordert eine andere Architektur. 2. Es zeigt, dass sie optimistisch in Bezug auf die optische Verbindung zwischen Raum und Erde sind. Optische Verbindungen bieten eine viel höhere Bandbreite als RF, aber die Atmosphäre war immer die Herausforderung. Die Lösung besteht in der Standortdiversität und dem Routing: Der Datenverkehr wird über inter-satellitische Laserlinks zu dem Bodenstation geleitet, die gute Bedingungen hat, wobei RF als Backup dient. Im Weltraum funktionieren optische Verbindungen extrem gut, und zukünftige Hochkapazitätskonstellationen gehen zunehmend davon aus, dass jeder Satellit optische Terminals hat (wie SpaceX's "plaser"). Mit einer proliferierten MEO/LEO-Konstellation und genügend Gateways skalieren Verfügbarkeit und Durchsatz. 3. Optimistisch bedeutet das, dass Teile des globalen Glasfaser-Backbones beginnen, in den Orbit zu gelangen. Man kann ein Satellitennetzwerk nicht anzapfen, durchtrennen oder ankern. Es ist leicht zu erkennen, warum INDOPACOM in Hawaii daran interessiert sein könnte! Wir werden viel mehr Daten haben, und ein wachsender Prozentsatz davon wird durch den Weltraum fließen. Und sobald der Datenverkehr im Weltraum ist, machen orbitales Rechnen, CDN usw. mehr Sinn. Interessante Zeiten im Weltraum!