Die Schlussfolgerungen von Prognosemärkten und traditionellen Märkten ähneln sich zunehmend. Die Prognose von Opinion liegt bei 96,3 %, während die von CME bei 95 % liegt, und beide sind sich in der Richtungseinschätzung hochgradig einig. Das zeigt bereits, dass Prognosemärkte allmählich die frühe Form des "Emotionen-Casinos" hinter sich lassen und beginnen, sich mit den Preissystemen der traditionellen Finanzen zu verbinden. Wichtiger ist, dass Prognosemärkte sich von reinen "Ergebnis-Wettwerkzeugen" zu einem Kanal für Informationsaggregation und Erwartungsausdruck entwickeln. Sie verlassen sich nicht auf Institutionen, Modelle oder autoritative Urteile, sondern komprimieren durch Kapital, Quoten und Echtzeitanpassungen verstreute Informationen, Positionen und Risikopräferenzen in eine quantifizierbare Wahrscheinlichkeit. Einfacher gesagt, früher haben wir viele Berichte gesehen, die von Institutionen wie JPMorgan, Goldman Sachs usw. bereitgestellt wurden, während wir jetzt durch Prognosemärkte sehen können, welche Schlussfolgerungen mit "Geld" aus "eigenen" Analysen gezogen werden. Aus dieser Perspektive liegt der Wert von Prognosemärkten nicht unbedingt darin, dass sie genauer sind als traditionelle Märkte, sondern darin, dass sie eine schnellere, direktere und intermediärfreie Möglichkeit des Erwartungsausdrucks bieten. Das bedeutet auch, dass Prognosemärkte allmählich zu einer vorausschauenden Signalquelle für makroökonomische Ereignisse, politische Erwartungen, regulatorische Tendenzen und andere nicht-preisliche Variablen werden und ein vollständigeres Erwartungssystem bilden. Einfacher gesagt, Prognosemärkte entwickeln sich von der Ausdrucksweise von Meinungen hin zur Preisgestaltung von Wahrscheinlichkeiten. Wenn Teilnehmer bereit sind, echtes Geld zu riskieren, um eine Einschätzung zu treffen, hat diese Einschätzung selbst einen Informationswert und ist nicht mehr nur ein Ausdruck von Emotionen oder Positionen.