Die Zentralbank hat die Aufzeichnungen der Kommunikationen zwischen den Behörden des Organs und dem Minister Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof (STF) bezüglich des Liquidationsverfahrens der Banco Master unter Verschluss gestellt. Die Kolumne hat im Rahmen des Gesetzes über den Zugang zu Informationen (LAI) alle Aufzeichnungen von Sitzungen und Kommunikationen angefordert, die den Fall der Banco Master betreffen. Die Zentralbank hat den vollständigen Zugang zu den Aufzeichnungen verweigert und dabei den Schutz von Vermögensdaten und persönlichen Informationen geltend gemacht. Durch diese Maßnahme hat die Zentralbank grundlegende Informationen unter Verschluss gehalten, wie z. B. Nachrichtenwechsel, Daten und Protokolle von Sitzungen. Im Allgemeinen ist es üblich, dass öffentliche Stellen sensible oder gesetzlich geschützte Informationen schwärzen, die persönliche Daten offenlegen könnten. Der Rest wird bereitgestellt. Kürzlich wurde der Minister des STF, Dias Toffoli, dafür kritisiert, dass er das Verfahren des Master im Obersten Gerichtshof unter Verschluss gehalten hat. Minister Alexandre de Moraes soll den Präsidenten der Zentralbank, Gabriel Galípolo, zugunsten der Banco Master unter Druck gesetzt haben. Laut Berichten in den Medien sollen die beiden mindestens sechs Mal über das Thema gesprochen haben. Beide bestreiten dies. Die Banco Master hat die Anwaltskanzlei von Alexandre de Moraes' Frau, Viviane Barci de Moraes, für 129 Millionen R$ beauftragt.