In der globalen Investmentwelt ist Buffett der größte KOL. Seit er 1965 Berkshire übernommen hat, schreibt er jedes Jahr einen Jahresbericht für die Investoren; seit 1973 veranstaltet er in Omaha die jährliche Hauptversammlung der Aktionäre, die anfangs nur aus ein paar Dutzend Personen bestand und sich später zu einer Pilgerstätte mit Zehntausenden von Teilnehmern entwickelte; bis zu seinem Ruhestand Ende 2025 hat er 60 Jahre lang persönlich den "Jahresbrief an die Aktionäre" verfasst; es handelt sich um einen jährlich erscheinenden Newsletter, aber die Nutzerbindung ist extrem hoch, Millionen von Investoren weltweit sitzen vor ihren Computern, nur um seine systematischen Überlegungen sofort zu lesen. Er sagt, dass er jedes Jahr beim Schreiben des Jahresberichts auf "Denkschwierigkeiten" stößt. Der Grund für diese Schwierigkeiten ist, dass er einige Dinge in seinem Kopf noch nicht klar hat. Nur das Schreiben zwingt einen dazu, nachzudenken und die Gedanken zu ordnen. Als Investor würde er nicht in ein Unternehmen investieren, das nicht einmal die Fußnoten in den Bilanzen klar formulieren kann. Worte sind nicht nur Träger von Informationen, sondern auch ein Ausdruck von Ehrlichkeit und Denkvertiefung.