Heiliger Himmel. Graham Linehan hat in Triggernometry gerade erklärt, wie ganze Gesellschaften übernommen werden — mit einem Partyspiel, das in der Sowjetunion erfunden wurde. Es heißt Werwolf. Du bekommst eine Karte. Die meisten Leute sind Dorfbewohner. Zwei Personen sind Werwölfe. In der „Nacht“ schließen alle die Augen. Die Werwölfe wählen heimlich jemanden aus, den sie töten wollen. Der Morgen kommt. Eine Leiche wird enthüllt. Dann beginnt die Debatte: „Wer sind die geheimen Werwölfe unter uns?“ Die Werwölfe lügen mit perfekter Zuversicht. Sie beschuldigen die lautesten Wahrheitsverkünder. Sie spielen das Opfer. Sie säen Zweifel, Spaltung, Schuld. Die Dorfbewohner fangen an, sich gegeneinander zu wenden. Jeden Tag stimmen die Dorfbewohner ab, um eine Person zu hängen. Meistens… hängen sie einen weiteren unschuldigen Dorfbewohner. Die Werwölfe gewinnen fast immer. Das Spiel wurde 1986 von einem Psychologiestudenten aus Moskau erfunden, um eine erschreckende These zu beweisen: „Eine uninformierte Mehrheit wird IMMER von einer kleinen, koordinierten Minderheit besiegt, die geheime Informationen teilt und kein Problem damit hat, 24/7 zu lügen.“ Linehans unausgesprochene Frage hängt in der Luft: Sind wir gerade die Dorfbewohner? Wer ist heute Morgen aufgewacht und hat heimlich das nächste Opfer gewählt? Sieh dir diese 60 Sekunden an....