Deshalb hängt das Überleben oder Scheitern von BIP-110 von seiner Hashrate-Aufteilung bei der Aktivierung ab. Wenn ein Bitcoin UASF mit niedriger Hashrate aktiviert wird und hinter der Legacy-Kette zurückfällt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es die ursprüngliche Kette jemals reorganisiert, schnell.
Technischer Kontext für das Diagramm: dies modelliert die Chainarbeit, nicht die Blockhöhe oder das Blockgewicht. Nach einem UASF-Split minen beide Chains zunächst mit der gleichen Schwierigkeit, bis eine das Ende eines 2016-Block-Retarget-Zeitraums erreicht. Während dieser Phase zieht die Mehrheits-Chain schneller in der Chainarbeit voraus, da ihre Blöcke schneller ankommen. Die Schwierigkeitsanpassungen sind ebenfalls begrenzt (maximal 75 % nach unten pro Zeitraum), sodass Minderheits-Chains nicht sofort ein Gleichgewicht erreichen, selbst nach der Neuausrichtung. Die gezeigten Wahrscheinlichkeiten gehen von einem Best-Case-Szenario im stabilen Zustand nach der Neuausrichtung für die UASF-Chain aus, ohne Miner-Koordination, ohne strategisches Wechseln und ohne Asymmetrien bei der Stale-Rate. Das macht dies zu einer oberen Grenze für den Erfolg der UASF mit Minderheits-Hashrate. Die Berücksichtigung der anfänglichen Phase mit gleicher Schwierigkeit und der Retarget-Beschränkungen verringert nur die Chance, die Legacy-Chain jemals umzuorganisieren. Zusammenfassend: Ohne nahezu paritätische Hashrate bei der Aktivierung tritt eine UASF schnell in ein Regime ein, in dem das Umorganisieren der Legacy-Chain äußerst unwahrscheinlich wird.
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