Jeder Pokémon Go-Spieler hat unwissentlich zukünftige Roboter trainiert. Im Laufe der Jahre haben die Spieler 30 Milliarden Bilder aus Städten auf der ganzen Welt fotografiert. Und jetzt lehrt diese Daten die Lieferroboter, sich in den Straßen zurechtzufinden. Niantic (das Unternehmen hinter Pokémon Go) hat ein KI-Unternehmen namens Niantic Spatial ausgegründet, das Jahre an Spieldaten in ein visuelles Positionierungssystem für Maschinen umwandelt. Als 500 Millionen Menschen das Spiel installierten und ihre Telefone auf Gebäude, Wahrzeichen und Straßenecken richteten, erfassten sie auch detaillierte Standortdaten, die normale GPS-Systeme nicht erreichen können: > GPS-Signale prallen an Wolkenkratzern ab und verlieren in dicht besiedelten Städten um bis zu 50 Meter an Genauigkeit. > Das ist ein Dealbreaker für Lieferroboter, die an genau dem richtigen Punkt anhalten müssen. > Niantic Spatial hat ein Modell auf diesen 30 Milliarden Bildern trainiert, um den genauen Standort eines Roboters basierend auf dem, was seine Kameras sehen, und nicht auf Satellitensignalen zu bestimmen. > Das Liefer-Startup Coco Robotics ist der erste Partner und nutzt das System, um Tausende von Robotern durch LA, Chicago und Miami zu steuern. Denkt nicht, dass jemand dachte, sie würden Roboter trainieren, als sie während COVID Pikachu jagten.