Der Dollar hat sich fast geradlinig seit dem „Barron Bottom“ erholt, und während sich die meisten auf den linken Schwanz bei den Aktien konzentrieren, sieht der linke Schwanz für den Dollar selbst nach der Bereinigung der Positionen und der jüngsten Erholungsrallye zunehmend unterbewertet aus. Kurzfristig wird der Dollar durch sichere Zuflüsse, stärkere US-Daten und relative Isolation von dem Energieschock gestützt, aber strukturell könnte die Richtung jedoch anders sein. Unabhängig davon, wie sich die Situation im Iran entwickelt, ist der geopolitische Schaden wahrscheinlich bereits angerichtet. Zwischen den Spannungen im Nahen Osten und dem Tariff-Schock von Anfang '25 beschleunigen viele Länder ihre Bemühungen, sich von der Abhängigkeit vom US-System zu diversifizieren. Südamerika wird jedoch wahrscheinlich enger verbunden bleiben, angesichts seiner wirtschaftlichen Verbindungen und Rohstoffströme, insbesondere da sich ein großer Teil der Region weiterhin in Richtung pro-business Regierungen bewegt. Aber obwohl die USA heute dominant bleiben, geht die Richtung hin zu einem multipolaren System und einer allmählich abnehmenden Abhängigkeit vom Dollar.