Digitale Kunst: Nachdenken darüber, wie wir hierher gekommen sind. Das digitale Leben beginnt nicht mit dem Internet, sondern mit dem Aufkommen der Berechnung als Modell des Denkens. Frühe Systeme wie Harold Cohens AARON machten einen Wandel von Bildern als statischen Objekten zu Bildern, die als Ergebnisse von Verfahren entstehen, deutlich. Künstler sahen sich dem Code als einem repräsentationalen Problem gegenüber: Wie „sieht“ eine Maschine eine Figur, eine Linie, eine Geste? Die entscheidende Entwicklung hier ist, dass Bilder zu Anweisungen werden können, und sie „sichtbar“ zu machen, war Teil dieser neuen gestischen Erkundungen. Die Frage, die sich Künstler stellten, als sie über frühe digitale Kunst nachdachten, war: Welcher Teil des Sehens kann formalisiert werden, und welcher Teil widersteht der Formalisierung? Harold Cohen, AARON in Tsukuba, #2 23-3-85